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Bandvorstellung und Interview: Ledfield

Ledfield blicken waren bereits zwei Mal beim Bergisch Metal zu sehen. Die Kölner Hardrocker gibt es bereits seit 2012. Beim Jubel-Jubiläum am 25. Mai nächstes Jahr geben sie erneut den Opener. Ich kenne die Band seit ihrer Gründung und weiß trotzdem nicht viel über diese lange Zeit und was im Hintergrund passiert ist. Zeit ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Beim heutigen Gespräch sind am Start: Julian/Vocals, Anna/Drums, Stephan/Bass

Ihr hattet soweit ich mich erinnere keine Phasen, in denen ihr jede Woche irgendwo gespielt habt und die Zahl eurer Veröffentlichungen ist überschaubar. Trotzdem habt ihr es immer geschafft, die Truppe zusammenzuhalten. Wie funktioniert eine Band so lange, ohne dass jemand das Handtuch wirft und aussteigt? Da müsste es doch ständig Diskussionen geben, weil mindestens einer höher hinaus will.

Julian: nabend Pete! Eine spannende und berechtigte Frage direkt zum Einstieg. Verdammt, da muss man ja wirklich nachdenken. Der guten Ordnung halber sollte man wohl erwähnen, dass es zumindest 2017/2018 einen Besetzungswechsel am Gesang gab, ich selbst bin also „erst“ seit knapp 6 Jahren dabei. Ansonsten kann man wohl konstatieren, dass sich unsere Band offenbar als Sammelbecken für ältere und desillusionierte Musiker (und Drummerinnen) versteht. „Höher hinaus“ will und muss von uns in der Tat keiner mehr. Wir machen ja alle nicht erst seit gestern in verschiedensten Konstellationen Musik, und – simmermalehrlich – auf die Ochsentour mit alle paar Tage oder Wochen alle Freunde, Familie, Haustiere zum Bandcontest in Buxtehude mitschleppen oder sonstigen üblen Pay-to-play-„Deals“ hat von uns auch keiner mehr so richtig Bock.

Wenn Du ein „Thema“ werden willst, irgendwie angesagt sein willst, dann musst Du verdammt viel investieren. Das kennst Du in Deiner Rolle als Veranstalter ja auch sehr gut. Am besten mehrmals die Woche „Content generieren“ in den ach so wichtigen sozialen Medien, dann aber bitte auch auf allen Plattformen vertreten sein. Am besten bitte auch etwas Kohle in die Hand nehmen und Deine Postings mit Werbung besser plazieren. Und auch dann reihst Du Dich ein in eine nichtendenwollende Schlange von ambitionierten Bands. Du trittst damit automatisch und auch irgendwie ungewollt in so eine Art Konkurrenzkampf, das Buhlen um die Aufmerksamkeit des Publikums, damit sie Dich irgendwo in diesem Ozean von weltweitem Musik-Output wahrnehmen.

Das ist uns mit Verlaub gesagt alles schnurzpiepe. In erster Linie machen wir Musik für uns selbst, das, worauf wir Bock haben. Deswegen machen wir uns auch keinen Druck, soundsoviel Songs pro Jahr rauszuhauen. Wenn gerade das Gefühl, die richtige Idee, das richtige Riff zur richtigen Zeit, rausbricht, dann entwickelt sich der Rest von selbst.

Ansonsten verbindet uns aber, dass wir im Proberaum auch einfach mal ne halbe Stunde über Katzen reden können oder Sebi zwanzig Minuten ohne Pause über die Vorzüge des Bluetoothgekoppelten Kärcher K7 referiert oder wir über wirklich private Dinge reden. Aber zurück zum Thema Output: Da kommen in den nächsten Wochen schon noch ein paar Songs online, die wir jetzt aufgenommen haben und nur noch am Feinschliff arbeiten. Und, um das noch klarzustellen: Bock, auf die Bühne zu gehen und vor Leuten zu spielen, die Lust auf uns haben, haben wir immer! Nur das ganze Drumherum kann halt echt Energie saugen.

Als Vertreter der Ü50-Fraktion und da ich seit Ende der 80er im Geschäft bin, kann ich das alles nur allzu gut verstehen. Demnach gehört es von Anfang zu eurem Konzept, dass ihr das Karriere machen den anderen überlasst und lieber darauf achtet, dass euch der Spaß an der Musik nicht flöten geht?

Stephan: Als ich das erste Mal den Proberaum von Ledfield als neuer Bassist betrat, blickte ich jedenfalls in sehr erleichterte Gesichter, als ich mich outete keine Karriere mehr machen zu wollen.

Anna: Genau, uns war es von Anfang an wichtig, dass wir Spaß am Musik machen haben wollen – und daher haben wir in der Anfangsphase, beim Suchen von neuen Bandmitgliedern von Anfang an klar gestellt, dass die Erwartungen zusammen passen. Sowohl musikalisch, menschlich als auch von den Ambitionen muss es ja alles zusammen harmonieren. Und das funktioniert nun tatsächlich schon sehr lange richtig gut

Julian: Es reicht ja, wenn man auf der Arbeit schon täglich mit Leuten zusammenarbeitet, mit denen man nicht zusammenarbeiten will, und Arbeit tut, die man nicht tun will.

Ich weiß gar nicht, bei welchen Bands ihr alle desillusioniert wurdet. Wollt ihr was darüber erzählen, was ihr vor Ledfield musikalisch getrieben habt?

Julian: Die Desillusion sollte natürlich nicht bedeuten, dass uns die vorherigen Bands konkret runtergezogen hätten. Es geht da eher um das „Business“ das auch um Amateur- und semiprofessionelle Bands herum passiert. Wir sind in ziemlich unterschiedlichen Kapellen unterwegs gewesen…

So meinte ich das auch nicht. Es ist ja nicht so, als würde es immer Rosenkrieg bedeuten, wenn Band und ein oder mehrere Bandmitglieder getrennte Wege gehen. Manchmal braucht es halt was Zeit bis man merkt, dass da was grundsätzlich nicht zusammenpasst.

Julian: Sascha, (der hier heute im Chat nicht dabei ist), war seinerzeit z.B. mit Perzonal War durchaus erfolgreich. Ich mache auch seit über 20 Jahren Musik, war und bin teils auch in etwas metalfremden Gefilden unterwegs.

Stephan: Vielleicht weiß man irgendwann, was man nicht braucht. Ich hatte mit meiner Band „Keegan“ zuvor bis zu 40 Konzerte pro Jahr, hab auf der Bühne hinterm Schlagzeug gepennt, in vollgekotzen Toiletten morgens die Zähne geputzt, um dann wieder Stunden in unserem T3 Bus zu sitzen, um zum nächsten Venue zu tuckern. Das verliert irgendwann seinen Reiz.

Julian: Oha, Rosenkrieg und „grundsätzlich nicht zusammenpassen“ wollen wir bei uns auch auf keinen Fall. Insbesondere nicht bei Anna und Sebi

Anna: Ja, desillusioniert ist vielleicht etwas negativ formuliert, aber wir haben alle verschiedene Erfahrungen gesammelt und gemerkt, dass es schwierig werden kann – wenn die Erwartungen, wo man gemeinsam hinwill nicht übereinstimmen. Das führt dann, wie du zu Anfang gesagt hast, irgendwann zu Unstimmigkeiten, weil nicht jeder in die gleiche Richtung mitgehen möchte. Wir kommen alle aus unterschiedlichen Richtungen, ich bin spiele seit 2002 mit Sebastian zusammen in Bands, wir sind beide aus dem Nu Metal / Grunge geprägt und haben dementsprechend in der Richtung mit unserer Band never (noch aus Schulzeiten) lange gespielt, das waren so die klassischen Auftritte in Jugendkulturcafes, Bandcontests u.s.w., später waren wir noch mit shape my clarity aktiv (die sich später als when stars collide umbenannt haben)

Stephan: Keegan war übriges eine Britpop-Band. Ich komme ursprünglich aber eigentlich eher aus dem Crossover/ Hardcore – 90er Jahre halt….

Anna: Man kann also über uns sagen, aus all unseren Band Erfahrungen (positiv und negativ) haben wir eine Truppe und ein Rezept gefunden das sich bewährt hat – wir gehen jede Woche mit Freude in den Proberaum, und auch wenn es bei uns etwas selten ist, auch gerne auf die Bühne wenn sich die Gelegenheit ergibt, so wie beim Bergisch Metal nächstes Jahr – wir freuen uns da schon richtig drauf.

Julian hat eingangs erwähnt, dass ihr neues Zeug aufgenommen habt. Wieviel Songs sind das und wann und wie habt ihr die Songs komponiert? In welcher Form werden die veröffentlicht?

Julian: Das werden 3 neue Songs, die in den nächsten Wochen rausgehauen werden. Wie zuletzt bei uns üblich ist das komplett DIY. Schön im Proberaum aufgenommen. Die Vocals mit Liebe zu Hause bei mir im Schlafzimmer Sascha ist von Berufswegen Tonmann, insofern weiß er da grundsätzlich schon ganz gut, was er tut. Hinsichtlich der Veröffentlichung: Die üblichen digitalen Kanäle (Spotify, Soundcloud…), also auch für Umme abrufbar. Wobei… jetzt bei dem Vinyl-Trend… Sollen wir mal was auf Schelllack rausbringen??

Anna: Die Kompositionen entsehen meist nach einem ähnlichen Muster: Sebastian oder Sascha schwirrt ein neues Riff oder eine Idee im Kopf herum, dann entwickelt sich daraus ein Ping Pong beim Jammen. Ich setze dann einen ersten Rhytmus drunter, Stephan kapiert erstmal nicht was wir uns da krummes ausgedacht haben – übt es dann und so entsteht ein Grundgerüst einer Idee. Julian packt dann am Ende noch eine hübsche Gesangsidee drüber – und an der Songstruktur wird dann noch gemeinsam gefeilt. Jeder hat seine Aufgabe und das fügt sich immer sehr gut zusammmen. Manchmal geht es recht schnell, und ein Song kann in 1-2 Proben entstehen, wir haben aber auch Songs, die haben einige Monate gebraucht, bis wir die richtigen Idee dazu zusammen hatten und es rund ist, wie z.B. der Song SHTF. Drop That Bomb ist dagegen ein Beispiel für „in einer Probe entstanden“.

Auf Schelllack wäre cool. Da würde irgendein Startup garantiert drauf anspringen und stylische, handgefertigte Grammophone für 2999,- Euro auf den Markt bringen, um die sich die Hipster prügeln würden, um sich so ein Teil zum Eindruck schinden ins Wohnzimmer stellen zu können.

Julian Beschrei es nicht…

Anna: Wir nehmen die Idee mal mit Vielleicht kommen ja auch Kassetten irgendwann wieder – das wäre auch ganz cool.

Julian: Zu spät, das ist schon längst da. Meine Schwester (Jahrgang 76) hat sich vor kurzem einen Walkman gekauft.

Anna: Und mein Bruder hat sich vor einiger Zeit einen Plattenspieler gekauft – also wir sind da an was dran

Julian: Bandkollegen kann man sich aussuchen. Familie leider nicht…

Stephan: Pah, mein Sohn, (16) kauft Musik nur in Vinyl

Halt! Zurück zum Thema. Fassen wir zusammen, dass ihr eure Songs auf die altmodische Art bastelt. Das hätte ich mir bei euch auch nicht anders vorstellen können.

Anna: Genau, das macht auch den Spaß an der Sache für uns aus und hält die Motiviation hoch, also das gemeinsame Komponieren und Musik machen im Proberaum ist uns allen sehr wichtig, einfach eine gute Zeit miteinander haben.

Julian: Joa, so wie die Songs auch klingen. Braucht alles nicht viel Schnickschnack. Es gibt durchaus Bands die mit viel technischem Aufwand auch echt fantastische Ergebnisse erzielen. Unser Ansatz ist da halt etwas… nun ja, erdiger.

Mein Plan ist, dass ich die Musik und die Konzerte mache, bis ich ins ausgedörrte Gras beiße und man mich mit den Füßen voran aus dem Club trägt. Dann wünsche ich mir für uns alle, dass uns der Spaß an der Musik bis zum Ende aller Tage erhalten bleibt und am besten noch allen die nach uns kommen.

Julian: Viel Gras wird dann in der Tat nicht übrig sein, aber der Plan klingt sehr unterstützenswert! Wir wünschen Dir, auch in unserem eigenen Interesse und dem vieler anderer Bands, die mit Dir die Bühne teilen oder auf Deinen Veranstaltungen spielen, dass der Plan aufgeht!

 

 

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dritte Bandvorstellung und Interview: Savage Blood

Seit 2016 sind SAVAGE BLOOD auf kleinen und großen Bühnen in Deutschland unterwegs und haben in dieser Zeit auch schon ein paar Schlenker ins benachbarte Ausland gemacht. Auf dem Programm steht kraftvoller, klassischer Heavy Metal, der durch Zutaten aus dem Thrash und Power-Metal dennoch gleichzeitig zeitlos und zeitgemäß rüberkommt. Im November kommt der zweite Longplayer mit dem Titel „Wheel of Time“ über MDD Records raus. Die Band hat mich beim ersten Hören schon nach wenigen Sekunden davon überzeugt, dass ich sie zum Bergisch Metal holen muss. 2023 hat es noch nicht geklappt aber beim Jubel-Jubiläum am 25. Mai sind sie nun am Start.

Heute unterhalte ich mit Peter, dem Sänger der 5-köpfigen Truppe.

Zuerst interessiert mich die Entstehungsgeschichte eurer Band. Man kann schon von weitem sehen, dass das für keinen von euch die erste Band ist. Liege ich da richtig? Wo habt ihr vorher euer Unwesen getrieben und von wem von euch ging die Initiative zur Gründung von Savage Blood aus?

Vollkommen richtig. Wir bringen alle einiges an Erfahrung mit. Michael war vor langer Zeit bei Dawn Of Disease am Bass, Timios kannten wir von Phearon an der Axt und Jörg von diversen Metal Bands in unserem Umfeld. Marc hatte mit Jörg auch schon zusammen bei Purid gespielt. Marc und ich hatten Ende der 90-er eine sehr gute Zeit bei ENOLA GAY, hatten drei Alben veröffentlicht und durften sogar coole Tourneen mit Stratovarius, Iced earth und Nevermore erleben. Wenn ich an die Support slots für Metal Church, Testament, Saxon oder King Diamond denke … das war schon ne geile Zeit. Enola Gay hatte sich dann aber Anfang der 2000-er erledigt. Die Initiative zur Gründung von Savage Blood ging dann 2015 von unserem Drummer Marc aus. Der hat mich quasi als Sänger reaktiviert. Dafür bin ich Ihm sogar dankbar! 

Wie lange warst du im vorläufigen Ruhestand? Hat es dich da nicht permanent gejuckt wieder was zu starten?

Ich hab mich um andere Dinge gekümmert. Das Mikro habe ich ungefähr 12 Jahre verlegt und mich als Drummer in diversen lokalen Bands versucht 😉. Drumming war schon immer eine grosse Leidenschaft von mir. Ich war quasi immer aktiv, allerdings nicht immer als Sänger.

Ein Sänger der auch Schlagzeug spielt ist allerdings eine sehr seltene Kombination. Mir fällt gerade niemand ein, der das in einer Person vereint. Wie ist das vor sich gegangen?

Das habe ich nicht gleichzeitig auf die Kette bekommen. Ich war dann jeweils nur der Drummer. Dan Beeler von Exciter fällt mir ein, der macht beides, oder auch der Drummer von Mastodon singt beim drumming. Völlig verrückt.

Wie sah dein Einstieg in die Musik aus? Hast du mit Gesang oder Schlagzeug angefangen?

Das Schlagzeug kam zuerst. in der 8. Klasse fing das an. Dann bin ich aber recht schnell ans Mikro gewechselt. Mit 17 hatte ich meine erste Band. Ich hatte damals eine Metal Band gesehen und habe die einfach nach dem Gig gefragt ob sie vielleicht einen Sänger suchen.

Moment, du bist nach dem Gig zur Band gegangen, die ja sicher nicht ohne Sänger aufgetreten ist und hast gefragt, ob die einen Sänger suchen? Das hat Eier!

Klingt dreist, isses auch. Haha, der Gitarrist versuchte sich auch am Mikro und ich merkte Ihm an das er sich da gar nicht wohl mit fühlt. Ein bisschen besoffen war ich auch.

Ihr habt mit vorherigen Bands nun schon einiges erlebt, seid auf Tour gewesen und habt mit fetten Bands zusammen gespielt. Wie schwer war es, mit Savage Blood ein paar Etagen tiefer neu anzufangen und Aufbauarbeit zu leisten? Man ist ja keine 18 mehr und spielt voller Begeisterung an jeder Steckdose, egal wie die Bedingungen des Gigs sind.

Das ist uns gar nicht so schwer gefallen. Wir haben uns zunächst auch gar keine Ziele gesteckt. Wir hatten einfach wieder Bock und legten erstmal los. Die Chemie war gut und wir hatten schnell ein paar Songs fertig. Unseren ersten Gig haben wir im Gründungsjahr dann als Support für Voivod gespielt. Gleich einen Volltreffer gelandet. Support Slots zu eregattern ist dann unsere primäre Strategie geworden. Weitere Ziele haben wir uns dann nach und nach gesteckt, als wir merkten das unsere Art Metal da draussen ganz gut ankommt.

Die Spielfreude kann man hören und sehen. Im November kommt euer neues Album. Wie lange habt ihr daran geschraubt, bevor es ins Studio ging und wie arbeitet ihr als Band beim Komponieren und Arrangieren zusammen?

Mit dem Songwriting zum neuen Album sind wir noch in 2020 gestartet, nachdem Downfall in Eigenregie veröffentlicht wurde. Es war ja aufgrund der Pandemie ausreichend Zeit. An live Gigs war nicht zu denken. Songwriting ist bei uns ein stetiger Prozess. Der ist eigentlich erst kurz vor dem Studiotermin abgeschlossen. Unsere Gitarristen Timios und Jörg bereiten Ideen mit groben Songstrukturen vor und senden es uns zu. Unser Drummer gibt den Riffs den nötigen und songdienlichen Beat. Ich sortiere für mich die Gitarrenparts und setze daruf die Gesangsmelodien. Beim Schreiben der Melodie entsteht bereits ein grober Text, der das gewählte Thema beinhaltet. Melodie, Text und Thema entstehen meistens parallel. Erst danach treffen wir uns im Proberaum und setzen das in eine Live Situation um und arrangieren das Ganze. Mit den Ergebnissen geht das dann wieder zu Hause weiter. Die Technik macht es heute möglich so zu arbeiten. So geht das ein paar mal hin und her bis der Song steht.

Wie viele Songs wird „Wheel of Time“ enthalten und plant euer Label auch eine Auflage in Vinyl?

Es werden acht Songs zu hören sein. Vinyl ist ebenfalls erhältlich und kommt im Gatefold. In jedem Fall bei uns direkt, über bandcamp und natürlich auf unseren live Shows zu erwerben. Die Lieferung mit den Vinyls ist gestern bei uns angekommen. Unser Label ist was den Vetrieb angeht noch in Klärung.

Das ist gut. CDs gehen wirklich bei weitem nicht mehr so gut wie Vinyl. Bringt eine Ladung davon mit nach Bergisch Gladbach. Wenn ich mich nicht sehr täusche, werdet ihr etliche Exemplare weniger mit nach Hause nehmen. Gibt es euch vor dem Bergisch Metal Jubel-Jubliäum noch irgendwo zu sehen? Es ist doch sicher eine Release-Show geplant oder steht schon fest.

Wir bringen den ganzen Merch Truck mit nach Bergisch Gladbach 😉 Wir planen aktuell eine Show hier bei uns in Osnabrück. Details werden noch bekanntgegeben, sobald alles fix ist. Für dieses Jahr ist aktuell nichts mehr geplant. Aber vielleicht ergibt sich ja noch etwas. 

Dann freuen wir uns auf den Mai. Kommt alle rum, es wird eine epische Party zum 10-jährigen werden. Du hast das letzte Wort.

Wir freuen uns auf die Veröffentlichung von Wheel Of Time und sind wahnsinnig aufgeregt wie das Album draussen ankommt. Noch im Oktober gibt es ein erstes Video/Single bei youtube und spotify und Co. Wir feiern das neue Album in jedem Fall und sind sehr stolz darauf. Wer hätte gedacht, das wir nochmal so ein geiles Album raushauen! Bergisch Gladbach, Danke für die Einladung! Wir freuen uns auf Euch! Kauft Tickets bevor es zu spät ist.

(Anmerkung von mir: mit den Tickets müsst ihr euch aber noch ein wenig gedulden. Der Vorverkauf startet erst im neuen Jahr)

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Interview zur zweiten Bandvorstellung: Alunite aus Dormund

Die zweite Band, die ich Euch vom Line-up für das Bergisch Metal Jubel-Jubiläum vorstellen möchte sind Alunite aus Dortmund. Kennen gelernt habe ich die Kollegen auf dem ganz normalen Dienstweg. Sie haben mich angeschrieben und da sie gerade zufällig in der Gegend gespielt haben, habe ich die Gelegenheit genutzt und mir die Band live angesehen. Der Auftritt hat mich überzeugt und daher habe ich Alunite gleich am selben Abend gebucht.

Gestern habe ich mich mit Drummer Roman unterhalten.

So viel ich weiß, gibt es Alunite seit 2019. Wer von euch hat die Initiative zur Bandgründung ergriffen? Wie habt ihr euch zusammen gefunden?

 Seit Ende 2019 um genau zu sein. Lukas,Tika und ich kannten uns schon etwas länger durch die Musik und haben dann in 2019 einen Bassisten gesucht und Stefan gefunden. Stefan hatte uns über Backstage Pro kontaktiert, weil wir da eine „suchen Bassisten“ Annonce geschaltet hatten. 

(Anmerkung für die Nicht-Musiker: Backstage Pro ist eine spezielle Plattform für den Austausch zwischen Musikern, Bands und Veranstaltern) 

Wie meinst du das „durch die Musik“? Hattet ihr schon mal gejammt oder so was?

Wir haben vorher in einem Projekt zusammen gespielt: Tika und ich seit 2014, Lukas kam 2016 dazu.

Ihr habt euch da einen denkbar schlechten Zeitpunkt ausgesucht, um eine neue Band zu gründen. Nur ein paar Wochen später wurden alle Konzerte auf nicht absehbare Zeit praktisch verboten, oder durften nur unter strengen Auflagen stattfinden. Zeitweise waren selbst Proben nur eingeschränkt möglich. Wie habt ihr es unter diesen Umständen geschafft, das Projekt am Leben zu halten? 

Das stimmt leider und damit hat echt keiner gerechnet. Wir hatten damals für Ostern ein erstes Konzert in Dortmund geplant,was wir dann leider kurz vorher absagen mussten. Als die Auflagen noch nicht so streng waren,haben wir uns regelmäßig zu proben getroffen. Als die Auflagen dann straffer wurden,haben wir uns immer nur zu zweit getroffen und dann auch viel digital songwriting gemacht. Wir haben in der Zeit,wo live nichts ging technisch aufgerüstet und generell viel gelernt (clicktracks und in ear als 2 Beispiele) 

Ist vielleicht gar nicht verkehrt, wenn man gleich am Anfang so eine Durststrecke durchmacht. Ich könnte mir vorstellen, dass das die Truppe auch zusammenschweißt. Ihr hatte also reichlich Zeit, um euch auf die live-Premiere vorzubereiten. Wann und wo fand die statt?

Unser erstes Konzert war tatsächlich ein Live Stream Event vom Metal4Mercy in der Werkstatt in Witten im August 2020. Da waren unter Auflagen die anderen Bands und das Team vom m4m als „Publikum“ da. In 2021 folgten dann 2 weitere Konzerte in Euskirchen beim Blattturbo Bandabend und in Marl im Schacht 8 Open Air, beide mit „richtigem“ Publikum.

Wurde eure Musik bisher nur digital veröffentlicht? Ich habe nirgendwo was von einer klassichen CD gesehen, die man sich ins Regal stellen kann.

Wir haben auch eine single „EP1 – Live“ mit relativ altem Material. Die versuchen wir bei Gigs noch unters Volk zu bringen. Alle folgenden Releases waren ausschließlich digital.

Habt ihr da noch was in Planung oder denkt ihr, physische Tonträger sind ein Auslaufmodell?

Also wir wollen definitv einen Longplayer machen und waren auch in diesem Jahr viel am Arbeiten und im Studio. Auslaufmodell würde ich jetzt noch nicht sagen,aber man merkt schon,dass weniger CDs gekauft werden.

Ich bestelle hiermit schon mal eine vor. Erzähl doch mal was aus deiner Jugend bzw. Kindheit. Wie bist du zum Trommeln und zur harten Musik gekommen? Bist du einer von den Drummern, die schon als Kind Töpfe und Kissen zerkloppt haben?

Ist notiert Lange her die Jugend…ich hab relativ spät – mit 14 – angefangen Schlagzeug zu spielen und das eher durch Zufall: wir hatten damals ein gut ausgestattetes Musik-Kabinett in der Schule wo man alles probieren konnte….nur das Schlagzeug war versteckt. Als ich dann dann mal gefunden hatte,hab ich mich rangesetzt und es ging irgendwie erstaunlich gut. Ich hab dann erst da „gespielt“ und auch bei Freunden,die schon in Bands waren, hab mich dann aber dazu entschieden, doch in die Musikschule zu gehen….5 Jahre in Summe. Mit 17 war ich in meiner ersten Band: Rock und Cover,alles von Elvis bis Metallica, ACDC und black Sabbath. Aus der Formation hat sich dann ein kleines Skate-Punk Projekt entwickelt. Während dem Studium war ich dann selbst 3 Jahre Musikschullehrer für Schlagzeug. Nach ca 4 Jahren ohne Musik und Schlagzeug war ich dann in einer Metalcore Band und den Rest kennst du ja schon vom Anfang des Interviews. Ich bin von meiner Punkphase ziemlich schnell beim Hardcore gelandet. Über die Zeit kristallisieren sich aber auch ein paar Lieblingsbands heraus, die in einem anderen Genre ansässig sind, aber Gitarren müssen dabei sein.

14 ist doch ein gutes Alter zum Anfangen. Ich wurde noch später zum Gitarristen berufen. Ist auch überliefert, wo eure Sängerin Tika das Singen gelernt hat? Als ich euch live gesehen habe, hatte ich ehrlich gesagt Zweifel, ob sie diese Intensität und unglaubliche Energie bis zum Ende der Show durchhalten kann, was sie dann aber recht lässig geschafft hat.

Ja hat gepasst. Persönlich sage ich mittlerweile je früher desto besser. Tika hat sich mit ihren ersten Bands das singen (damals noch viel shouten) selbst beigebracht, hat dann,ich glaube in 2018, nochmal an der Pop Akademie in Bochum ein Studium zum Singer / Songwriter gemacht. Das hat viel Gutes mit sich gebracht… stimmliche Energie und Ausdauer über einen Gig, ohne das die Stimme danach ein Eimer ist.

Da können sich die Bergisch Metal Fans auf eine sehr intensive Show freuen. Es wird wahrscheinlich wieder sehr voll werden im Ufo und dann brennt die Luft. Können die Leute, die jetzt neugierig auf euch geworden sind euch vorher noch irgendwo sehen?

Wir freuen uns definitiv auf den Gig bei euch und werden Gas geben ohne Ende! Wir spielen dieses Jahr noch zwei Mal im Dezember: Metal for Mercy 20th Anniversary Festival in der Werkstatt in Witten (das wird ein mega Event mit 20 Bands auf 3 Bühnen) und in Herne im Stennert.

Okay. Dann wünsche ich euch viel Erfolg und zwei geile Gigs. Vielleicht kommen ja noch ein paar mehr dazu. Wir sehen uns am 25. Mai im Ufo!

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Interview-Serie Teil 1 von 6 – Crescendium – live beim Jubel-Jubiläum am 25. Mai

Zum Bergisch Metal Jubel-Jubiläum habe ich mir etwas Besonderes einfallen lassen. Um Euch die Bands, die Ihr im Ufo auf der Bühne erleben werdet näher zu bringen, werde ich mit jeder Band ein Interview führen und hoffe, dass ich es bis zum Jahresende schaffe, Euch die sechs Bands des Line-ups vorzustellen. Ja, es werden sieben Bands spielen, aber mit meiner eigenen Truppe mache ich kein Interview. Das wäre albern.

Das erste Interview führte ich mit Elena, Sängerin, Gitarristin und Gründerin von Crescendium.

Wie kam dir die Idee Musik zu machen? Was war zuerst da: der Metal, ein Instrument oder der Gesang?

Musik hat mich, wie so viele, durch Lebensphasen gebracht und hat mich überleben lassen. Als ich Kind war, wurde zu Hause schon Dio, Sabbath & Jethro Tull gehört. Ich habe mich, nach ein paar Jahren Blockflötenunterricht, langsam an die Gitarre rangetastet, bis ich mit 12 endlich eine eigene E-Gitarre mit Combo Amp hatte. Dann habe ich mich tagelang allein mit dem Instrument eingeschlossen und nur rumprobiert, wie ich welche Sounds hinbekomme und wie das Ding denn eigentlich funktioniert haha…Habe Jimi Hendrix, Creedence Clearwater und AC/DC gespielt… Mit 13 hab ich mich dann in Children Of Bodom & Metallica verliebt und angefangen, mit Alexi Laiho mitzuschreien…so kam ich dann autodidakt zum Screaming. In den folgenden Jahren habe ich Unterricht genommen und probiert, mich stetig zu verbessern. Klarer Gesang kam erst spät, mit 20.

Du sagst, die Musik hat dich überleben lassen. Ich würde mal raten, dass die Lebensphasen von denen du sprichst, nicht gerade einfach oder schön waren. Möchtest du darüber etwas erzählen? 

Die Thematik passt hervorragend zu unserem kommenden Crescendium Album „Within“. Ich habe darin abgrundtief düstere Phasen verarbeitet und jeder Song ist schließlich einer psychischen Krankheit gewidmet. Wir alle gehen durch schwierige Lebensphasen, manche haben mehr Last zu tragen, andere weniger. Meine Vergangenheit ist düster und ich musste mich immer wieder durchbeißen. Ich weiß wie es ist, wenn man sich allein durchschlagen und mit Ungerechtigkeiten fertig werden muss. Das hat mich allerdings auch gelehrt, dass Aufgeben keine Option ist, egal wie tief man gesunken ist. Jeden Moment können wir Entscheidungen treffen, die uns wieder ins Licht lenken. Und man sollte sich immer wieder fragen: Ist mein Umfeld gesund für mich oder sollte ich es loslassen und woanders hingehen?

Jedenfalls hat in deinem Fall mal die musikalische Früherziehung funktioniert. Ich vermute, die Entscheidung nicht nur andere Sachen nachzuspielen sondern selbst Songs zu schreiben hat schon früh festgestanden, oder? Wie sah deine erste Erfahrung mit einer Band aus?

Haha ja genau. Anfangs habe ich crappy Black Metal Songs geschrieben, die kann ich niemandem mehr zeigen. Aber man verbessert sich mit der Zeit, so ist das ja bei jedem. Meine erste Band hieß ganz trve „Funeral Of God“ und wir haben größtenteils HIM gecovert. Danach folgte eine Punkband, mit der wir nur Rotzmusik gemacht haben und eine kurze Phase mit einer Keller-Black Metal Band. Bis ich dann mein erstes seriöseres Projekt hatte. Wir haben regionale Gigs gespielt und hatten einen kleinen Namen, oben in Ostfriesland. Mit der Band habe ich angefangen, richtige Hooks und Riffs zu schreiben, für die man sich nicht mehr schämen muss haha. Allerdings ist mir auch da schon früh aufgefallen, wie schwierig es ist, eine Band zusammenzuhalten und zu leiten.

Wahrscheinlich versteckt jeder Musiker seine ersten Machwerke im Keller. Meine frühen Songs würde ich auch keinem vorspielen. Crescendium hast du 2018 ins Leben gerufen, richtig? Wie ich auf den Fotos auf eurer Facebook-Seite gesehen habe, gab es da auch schon mehr als eine Umbesetzung. Was ist so schwer daran, eine Band zusammenzuhalten? Man sollte meinen, die Musiker haben alle ein Instrument gelernt, weil sie gerne in einer Band spielen und sie sollten auch mit viel Arbeit und langen Durststrecken kein Problem haben. Diese Dinge lernt man ja schon kennen, wenn man anfängt ein Instrument zu lernen. Was geht da immer schief? 

Haha das stimmt vermutlich. Crescendium hat eine chaotische Story hinter sich, wurde immer wieder zerbrochen und neu aufgebaut. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Bandmembers anfangs motiviert sind aber mit der Zeit ihre Prioritäten verschieben. Ich habe ordentlich Feuer im Hintern und wenn ich etwas ernst meine, dann gebe ich 200%! Sobald Crescendium seriöser wurde, haben viele keine Lust mehr gehabt. Da wurde eher davon ausgegangen, dass mal entspannt nach der Arbeit im Proberaum gespielt wird und das wars…. während ich immer den Kopf voller Gigs und wahnwitziger Ideen habe, die ich realisieren möchte. Und dann gibt es noch Menschen, die sind von Grund auf kompliziert, sei es, weil sie ein Riesenego haben und nur an sich selbst denken oder weil sie einen vorrangig als Frau und nicht als Musikerin sehen. Ich bin oft gegen Wände gerannt und musste dann die Band mühsam wieder neu aufbauen.

Bevor ich auf euer kommendes Album zu sprechen komme, möchte ich an anderer Stelle nachhaken. Was du schilderst, wird jedem Musiker der es ernst meint nur allzu bekannt vorkommen. Wie es sich anfühlt, weniger als Musiker wahrgenommen sondern auf das Geschlecht reduziert zu werden, dürfte bei männlichen Kollegen eher unbekannt sein. Ist dir diese Erfahrung auch an anderer Stelle in der Metal-Szene begegnet?

Wenn man als Frau gelesen wird, begegnet das einem sowieso alltäglich und überall. Ich kenne zum Glück einige Männer, die einen auf Augenhöhe und mit normalem Respekt behandeln. Allerdings kenne ich das andere Extrem auch zu Genüge. Sei das auf Konzerten oder im Alltag – als Frau hat man in der Regel eine andere Experience und muss sich unter anderem damit auseinandersetzen, wie man am sichersten nach einem Konzert nach Hause kommt, ohne verletzt zu werden. Ich habe mal bei einem Punk Konzert einen Gastauftritt gehabt und mir wurden KO-Tropfen ins Getränk gemischt. An dem Abend ist nichts Schlimmeres passiert und ich hatte Glück, außer dass ich mit den körperlichen Folgen der Vergiftung zu kämpfen hatte. Aber das sind Erfahrungen, denen man ausgesetzt ist, weil es Monster gibt, die Frauen nicht als Menschen sehen.

Ehrlich gesagt, fällt es mir auch schwer, nachzuempfinden wie es ist, mit solchen Gedanken, Erfahrungen und Erwartungen durch die Welt zu gehen. Ich hoffe, es ist für die männlichen Leser hilfreich, deine Worte zu lesen um wenigstens den Versuch unternehmen zu können, diese Perspektive zu fühlen. 

Zurück zu angenehmeren Themen: euer Album erscheint im November und es gibt einen zünftigen Release-Gig in Göttingen. Du kannst ruhig Eigenwerbung machen und uns verraten, wann und in welcher Location der stattfindet und wer euch supporten wird.

Das hoffe ich auch! Es ist immer toll, wenn Männer sensibel für andere, sehr reale Perspektiven sind und sich trauen, sich damit auseinanderzusetzen. Ja ich freue mich wie ein Stier auf unser Album! Die Songs habe ich über die letzten Jahre mit Herzblut geschrieben. Danach habe ich mich mit unserem großartigen Produzenten Nikke wochenlang in Finnland hingesetzt, wo wir meine Kompositionen und Arrangements verarbeitet haben, während er die Drums & die Produktion übernahm. Die kommenden Gigs sind der 21.10. in Hannover und der erwähnte Release Gig am 25.11. im Freihafen in Göttingen, mit den Black Metallern von Verderbnis. Bei den Dudes durfte ich letzte Woche schon einen Gastsong performen, das wird dann in Göttingen wieder passieren. Es wird eine dicke Party und Triple Release Show von allen Bands!

Du hast demnach das Album mehr oder weniger im Alleingang komponiert, getextet und vorbereitet? Respekt! Wie viele Songs werden auf „Within“ zu hören sein? 

Danke! Die Songs stammen aus meiner Feder, allerdings props auch an unseren besagten Finnen, der die Drums eingespielt und mit mir an den Arrangements gefeilt hat. Ganz großartiger Musiker! Mit „Within“ ballern wir 6 sehr unterschiedliche Tracks und 2 Instrumentals in die Welt. Von Black, über Death, hin zu Progressive Metal und orchestralen Streichern ist hier alles dabei. Aber stets emotional und düster. Auch gesanglich habe ich mich ausgetobt und viel Farbe in die Songs gemalt.

Bei dem vorab veröffentlichten Song „Dead Air“ war auch ein Bild zu sehen. Ist das das Artwork vom Album? Es würde mich jetzt kaum noch wundern, wenn du das auch selbst gemacht oder wenigstens dem Künstler die Idee dazu geliefert hast. 

Hahaha korrekt, das Single Artwork von „Dead Air“ stammt von mir. Das Album Artwork allerdings habe ich in Kollaboration mit einem indonesischen Künstler anfertigen lassen. Es sieht noch etwas pompöser und detaillierter aus. Natürlich darf unser Maskottchen, der Drache, darauf nicht fehlen.

Was treibst du, wenn du nicht mit deiner Band beschäftigt bist? Bist du im Studium oder gehst du einem normalen Job zwecks Füllen des Kühlschranks und Zahlen der Miete nach? 

Wenn ich mal kurz nicht meine Band im Kopf habe, arbeite ich als Vocal Coach und in unterschiedlichen Teilen des Musikbusiness. Außerdem schreibe ich im nächsten Jahr meine Masterarbeit, auch über die Musikbranche yeah! Es gibt wenige Momente, in denen Musik nicht Teil meines Alltags ist. Ich mag aber auch komplette Stille und haue gelegentlich für ein paar Tage allein in die Natur ab und mache mein Handy aus.

Wie nennt sich das Studienfach? 

Medien und Musik!

Gibt es schon ein Thema für die Masterarbeit? 

Also ich kann verraten, dass meine Bachelorarbeit sich um Gender Dynamiken im Metal drehte – es ging darum, wie Metalmusikerinnen die Szene erfahren und wie sich dabei Labels, Fans und andere Akteure einmischen.

Die Bachelorarbeit würde ich gerne lesen. Ich habe schon einige Diskussionen gehabt, die womöglich zum Thema gepasst hätten – vermute ich jedenfalls. Es kann aber auch sein, dass ich vom Gegenstand der Arbeit eine völlig falsche Idee habe. Ich freue mich schon unheimlich auf den Mai im Ufo und ich hoffe, die Bude wird wieder so voll werden wie dieses Jahr. Vielen Dank, dass du dir die Zeit für dieses Gespräch genommen hast. Das Schlusswort gehört dir.

Zum Schluss möchte ich, ganz nach der Message von Crescendium, sagen: Lauft nicht vor euren Schatten weg denn sie sind der Schlüssel für Transformation, um ins Licht zu gelangen.
Und natürlich: Hört in unser Album rein, dass am 11.11. erscheint!

Danke für deine Zeit – Ich lasse dir die Bachelorarbeit gern zukommen haha.
Das Bergisch Metal Festival wird einfach nur geil und wir freuen uns darauf, neben den anderen deine Band Mortal Peril live zu sehen!

 

 

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Erste Bandvorstellung für das Jubel-Jubiläum: Crescendium

Crescendium werden am 25. Mai nicht als erste Band spielen, sind aber die erste Band, die ich Euch vorstellen will.

Die Truppe kommt aus der Region Hannover und macht …. ja was eigentlich? So eindeutig in eine Schublade stecken lässt sich die Band nicht. Die Basis ist zwar Black und Death Metal, aber da gesellen sich noch ein paar ganz andere Elemente dazu. Hört am besten selbst. Hier ist der brandneue Song DEAD AIR vom kommenden Debut-Album „Within“, das für den Winter angekündigt ist.

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Die Vorbereitungen für 2024 laufen

Es gibt noch 5 Slots zu vergeben. Bands die Bock haben zu spielen, können sich gerne per Mail melden unter booking@bergisch-metal.de. Schreibt bitte den Namen eurer Band in den Betreff. Was ihr sonst in die Mail packt, ist selbstverständlich Euch überlassen. Im Prinzip reicht mir ein Zweizeiler mit ein oder zwei Links zu Songs oder Videos. Wenn die Musik zündet, gucke ich mir alles was es sonst noch zu sehen gibt sowieso an.
Ein Hinweis für Booking-Agenturen: ich bin ehrenamtlicher Veranstalter und selber Musiker. Daher spreche ich am liebsten mit den Bands direkt. Trotzdem könnt Ihr mir gerne Angebote schicken. Um Euch und mir Zeit und unnötige Arbeit zu sparen, berücksichtigt bitte meine finanziellen Möglichkeiten. Ich veröffentliche zwar keine Zahlen aber wenn man den Eintrittspreis mit der Kapazität des Ufo multipliziert und die sonstigen Kosten kennt, könnt Ihr euch leicht ausrechnen, dass ich keine vierstelligen Gagen + Hotel für eine Band mitsamt Personal stemmen kann. Dann müssten sämtliche anderen Bands für lau spielen und so funktioniert es nicht.
Eine Sache ändert sich beim Vorverkauf:
die Schülertickets können ganz normal im Shop bestellt werden. Ihr werde also zwei verschiedene Tickets sehen: die zum Normalpreis von 15 Euro und die Schültertickets für 10 Euro. Ich lasse mir keine Fotos von Ausweisen mehr zuschicken. Diese Daten haben auf meinem Computer nichts zu suchen, auch nicht temporär. Der Schülerausweis muss nur am Einlass vorgelegt werden. Kommt jemand mit einem Schülerticket, der sich nicht als solcher ausweisen kann, muss die Person 5 Euro nachzahlen. Ganz einfach. Eine Möglichkeit, die Tickets automatisch zu verschicken, ohne für die Software monatlich löhnen zu müssen, habe ich leider immer noch nicht. Starten wird der Vorverkauf erst Anfang nächsten Jahres. Fast die Hälfte aller Tickets werden in den letzten 4 Wochen vor dem Konzert gekauft und die andere Hälfte in den 3 Monaten davor. Das ist also früh genug. Ansonsten bleibt alles wie Ihr es kennt.
Zum Jubiläum spielen 7 Bands und es geht eine Stunde früher los. Einlass wird am 25. Mai also bereits um 15 Uhr sein. Den Eintrittspreis von diesem Jahr kann ich trotzdem halten.
Die Zusammenarbeit mit dem Bistro Bensberg nebenan hat super geklappt. Das machen wir wieder so.
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10 Jahre Bergisch Metal – Jubel-Jubiläum am 25. Mai 2024

Ihr könnt euch schon mal den 25. Mai 2024 im Kalender speichern. Das ist der Samstag nach Pfingsten.
Es geht noch eine Stunde früher los als üblich. Der Einlass ist bereits um 15 Uhr und ab 16 Uhr ist dann Showtime. Die Zusammenarbeit mit dem Bistro Bensberg hat sehr gut geklappt und daher werdet ihr auch nächstes Jahr dort wieder was zu futtern bekommen.
7 Bands spielen für Euch beim 10 Jahre Jubel-Jubiläum aber der Preis für das Ticket bleibt bei 15 Euro im Vorverkauf und 18 Euro an der Tageskasse. Schüler bekommen ihre Tickets in jedem Fall für 10 Euro.
Bis der Vorverkauf startet und Bands bekannt gegeben werden, dauert es aber sicher noch einige Wochen.
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Flashback

Es ist mir immer wieder eine Freude, wenn Fans und Bands gleichermaßen glücklich sind mit dem Tag. Wenn das gelingt, gibt es eine gute Show und alle nehmen schöne Erinnerungen mit. So soll es sein.

Zuerst mal wünsche ich der jungen Frau, die sich während unseres Gigs das Knie übelst verdreht hat und mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste gute Besserung. Shit happens.

Vielen Dank an alle, die diesen Tag möglich gemacht haben: das Team vom Ufo, Ramon und sein Team für den durchgehend fetten Sound, Well Seasoned Christ, Neck Cemetery, Act of Creation, Lifespark die sehr spontan freundlicherweise für ÆRIES eingesprungen sind, Eradicator und meinen Jungs von Mortal Peril, die mir am Sonntag beim ungemütlichen Teil der Arbeit (alles packen und zurück in den Proberaum schleppen) noch geholfen haben, unsere beiden Merch-Mädels, unserem Stagehand Stephan, der sich gestern über zu wenig Arbeit beklagt hat, Tanja Nurna und dem Bistro Bensberg für das leckere Catering und den Jungs von Rhein Metal. Wir sind sehr gespannt, auf die Doku über die rheinische Metal-Szene. Bis diese veröffentlicht wird, werden allerdings noch einige Monate ins Land gehen.

Mein besonderer Dank gilt aber vor allem Euch, den Metalfans.

2024 gibt es das Bergisch Metal 10 Jahre. Es versteht sich von selbst, dass das eine besondere Feier verlangt.

 

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Bergisch Metal 8 – übermorgen ist es soweit!

WICHTIGER HINWEIS: DER VORVERKAUF IST GESCHLOSSEN. ES GIBT NOCH GENUG TICKETS AN DER TAGESKASSE!

Meine Vorfreude ist groß und ich hoffe, Eure auch.

Zeitplan für Samstag:
Einlass ab 16 Uhr
Showtime ab 17 Uhr in dieser Reihenfolge:
Well Seasoned Christ
Neck Cemetery
Act of Creation
ÆRIES
Eradicator
Mortal Peril
Ab 0:00 Aftershow-Absacker trinken, Ende offen
Und nun das Wetter:
der Samstag wird heiter bis wolkig bei knapp 20 Grad.
Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Nix Netflix. Konzert, Party, Bier!